Schwerpunkt Allgemein, Christliches Profil, Menschlichkeit verbindet, Ordensschwestern, Zusammenwachsen

Behütet – Begleitet – Getröstet – Ermutigt

In der Adventszeit zeigen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) engelsgleich – auf vier Motiven zu je einem Adventsgedicht:

Behütet

Seid wachsam wie ein Türhüter! Mk 13,33-37

Das wäre schön:
Einer passt für mich auf,
und durch die Tür kommt nur,
wer es gut mit mir meint.
Eine passt auf mich auf
und hält alles fern,
was weh tun könnte.
Das ist schön:
Ein guter Freund steht zu mir in der Krise.
Eine Pflegekraft sagt: „Keine Sorge, wir schauen nach Ihnen.“
Ich schenke mir selbst Aufmerksamkeit
und spüre, was ich gerade brauche und wer es gut meint mit mir.

Begleitet

Ich sende einen vor dir her, der deinen Weg bahnen wird. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben. (Mk 1, 1-8 und Jes 40, 1-5.9-11)

Man sagt: Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade.
Ich darf hoffen:

dass meine Sorgen eine Lösung finden,
dass meine Einsamkeit ein Ende findet,
dass ich mit meiner Krankheit leben lerne,
dass mein Kummer sich wieder in Freude verwandelt,
dass meine dunklen Seiten sich ändern können,
dass Schmerz wieder aufhört,
dass meine Schuld vergeben wird,
dass mich im Tod jemand auffängt,
dass, was ich ausgesät habe, wächst.

Ich darf wissen:
Ich bin nicht allein.

 

Getröstet

Gott hat mich gesandt, damit ich alle heile,
deren Herz zerbrochen ist, damit ich alle Trauernden tröste. (Jes 61, 1-11)

„Ich bin untröstlich“,
sagt der Kaufmann,
der die extra bestellte Vase zerbrochen hat.
Die Kundin antwortet:
„Das ist ein schwacher Trost.“

„Ich bin untröstlich“,
sagt ein Patient im Krankenhaus.
Der Besucher antwortet:
„Das ist ein Anfang.“
und meint damit:

Gefühle zulassen
ist ein Schritt zur Heilung.
Das Leid beim Namen nennen,
ist ein Schritt zur eigenen Kraft.
Sich anvertrauen,
ist ein Schritt ins Leben.

 

Ermutigt

Gesegnet bist du. (Lk 1, 26-38)

ZUKUNFTSBRINGER

Ich seh nicht,
wie das werden soll.
Ich hab keinen Plan
und keine Lösung.
Ich kann mir das nicht vorstellen.

Aber wenn du es sagst,
wenn du daran glaubst,
wenn du es mir versicherst,

setz ich den Fuß in die Zukunft,
beginne ich den Weg zu sehen
glaub ich an morgen.

 

Gestaltung: A. Bergert/E. Hünert/C. Branz, Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale)