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Dankbar

Ungeachtet unterschiedlicher Positionen wie: „Völlig überzogen!“ bis hin zu „Es ist noch lange nicht überstanden!“ scheint es, als kehre in Sachen Corona stetig Normalität ein.

Sicher, die wirtschaftlichen Schäden sind nicht überschaubar und haben manche Existenz in gleichem Maße geschädigt wie eine Krankheit. Und doch kann man wohl sagen, dass die Angst vor einer direkten leiblichen Bedrohung deutlich gewichen ist.

Im kirchlichen Kontext wird in Krisenzeiten viel gebetet. Es ist gut, eine Adresse für unsere Nöte zu wissen. Wir dürfen Gott unsere Hilflosigkeit hinhalten, Kraft aus seiner zugesagten Gegenwart schöpfen und uns und unsere Mitmenschen unter seinen Schutz stellen.

Foto: unsplash.com / Wilhelm Gunkel

Und es scheint auch wieder funktioniert zu haben. Schon das, was wir durch unsere Mitmenschen an Hilfsbereitschaft, aufopferungsvollem Dienst, Besonnenheit und fachlicher Expertise erfahren haben, ringt uns Dankbarkeit ab.

Und wie sieht es gegenüber dem Urheber allen Lebens aus, von dem wir glauben, dass er alles erdenkliche Sein liebevoll umfängt? Denken wir an Dank, wenn alles vorüber ist?

Es ist bestimmt nicht so, dass Gott von unserer Dankbarkeit abhängig ist. Zuerst tut Dankbarkeit uns selber gut. Weil sie den Blick auf ein Größeres hin öffnet. Weil sie entlastet von der Utopie der Selbsterrettung. Und die Hemmschwelle für erneutes Bitten senkt. Letztlich tut Dank dann doch jeder Beziehung gut, auch der zu Gott.

Dieser Text ist fix gelesen. Aber was halten Sie konkret in Ihren Familien, Konventen und Arbeitsbereichen von der Idee? Haben wir Gott etwas zu geben? Absichtslos, korrekt adressiert und in österlicher Freude? Haben wir kreative Einfälle? Wenn ja, dann viel Freude beim Danken!

Foto: unsplash.com / Portuguese Gravity

Gastbeitrag von Volker Babucke, Diakon, Heimmangement Schwestern v.d.hl. Elisabeth am Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden.