Schwerpunkt Allgemein, Menschlichkeit verbindet, Zusammenwachsen

Der „Engel der Kulturen“ hat einen Platz in Halle

Das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) versteht sich als Ort des Austausches zwischen verschiedenen Konfessionen und Weltanschauungen. Nun hat das Haus sein Engagement für die friedliche Verständigung zwischen den Weltreligionen mit der Kunstaktion „Engel der Kulturen“ in der Stadt Halle anschaulich fortgesetzt.

Symbolik der drei großen Weltreligionen

Die Aktion begann damit, dass eine 1,50 Meter große Skulptur von den Initiatoren der Aktion, Beschäftigten des Krankenhauses und vielen weiteren Beteiligten ausgehend von der Marktkirche durch die Stadt gerollt wurde.

Das Besondere: Das Innere der Skulptur ähnelt der Form eines Engels – gleichzeitig deutet es die Symbolik der drei großen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam an.


Der Engel der Kulturen rollt durch Halle (Quelle: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara / Jan-Stephan Schweda)

Bodenintarsie vor dem Krankenhaus

An den weiteren Stationen Jerusalemer Platz und Muslimischer Gebetsraum auf dem Krankenhausgelände wurde mithilfe der Skulptur ein temporärer Sandabdruck erzeugt und der symbolische Akt durch Wortbeiträge und Musik begleitet, bis der „Engel der Kulturen“ schließlich vor dem Haupteingang des Krankenhauses seinen dauerhaften Platz in Gestalt einer Bodenintarsie erhalten hat.


An jeder der Stationen wurde ein temporärer Sandabdruck des Engels der Kulturen hinterlassen (Quelle: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara / Jan-Stephan Schweda)

 


Thomas Wüstner (li., Geschäftsführer Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara) und Reinhard Feuersträter (re., Leiter Krankenhausseelsorge) legen mit dem Künstlerpaar und Gästen die Bodenintarsie vor dem Krankenhaus (Quelle: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara / Christian Schimpf)

 

Ein Zeichen für Toleranz

Reinhard Feuersträter, Leiter der Krankenhausseelsorge, fasst eine der Botschaften des Tages zusammen:

„Der Engel der Kulturen steht für Toleranz. Diese besteht jedoch nicht darin, mit den eigenen Denkwelten in Ruhe gelassen zu werden und fortwährend zu relativieren, sondern vor allem auch darin, leidenschaftlich für das Eigene einzutreten. Toleranz ist kein Gleichgültigkeitsprogramm.“

Ins Leben gerufen und gestaltet wurde die Aktion von Carmen Dietrich und Gregor Merten. Seit 2008 ist das Künstlerpaar mit dem Kunstprojekt unterwegs in Deutschland, in anderen europäischen Ländern und in Israel / im Westjordanland, um ein Zeichen für Verständigung und Toleranz zu setzen.

St. Elisabeth und St. Barbara steht für gesellschaftspolitisches Engagement

Für Thomas Wüstner, Geschäftsführer des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara, fügt sich die Kunstaktion in das gesellschaftspolitische Engagement des Hauses ein:

„Wir sind als Krankenhaus Teil einer Stadt, in der das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen immer wieder neu ausgehandelt werden muss, damit Gemeinsamkeit entsteht. Der heutige Tag hat Impulse und Ideen gegeben, wie gutes Zusammenleben unabhängig von Herkunft und Weltanschauung gelingen kann.“

Begleitet wurde der Tag durch den bekannten Musiker, Autor und Liedermacher Maxim Wartenberg mit seinem musikalischen Programm „Farben des Lebens“.


Die dauerhafte Bodenintarsie vor dem Krankenhaus (Quelle: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara / Christian Schimpf)

 


Ausbrennen einer neuen Intarsie für die nächste Stadt, die der „Engel der Kulturen“ besucht (Quelle: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara / Christian Schimpf)

Foto Teaserbild mit Engel der Kulturen: Die Skulptur „Engel der Kulturen“ (Quelle: Carmen Dietrich, Gregor Merten)

Beitrag von Jan-Stephan Schweda (Leiter Unternehmenskommunikation und Marketing des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale).