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Geschäftsführerwechsel in Eutin!

Nach über 13 Jahren verlässt die einzige Frau unter den EVV-Krankenhausgeschäftsführern „ihr“ Haus – und damit auch den Elisabeth Vinzenz Verbund.

Auf ein Wiedersehen

Vorerst letzte Gelegenheit für drei Fragen an Kerstin Ganskopf, Geschäftsführerin des Sankt Elisabeth Krankenhauses Eutin, oder auch kurz SEK.

Kestin Ganskopf zu Gast auf dem EVV-Sofa.
Foto: EVV / Kominek

Über 13 Jahre im SEK

Lassen Sie uns die Zeit zurückdrehen ins Jahr 2006: Deutschland wird „Fußballweltmeister der Herzen“. Und Kerstin Ganskopf wird Geschäftsführerin im SEK. Worin bestand ihre Herausforderung seinerzeit?

Kerstin Ganskopf: Vor über dreizehn Jahren gab es unseren Verbund in der jetzigen Form noch gar nicht. Das SEK stand in Trägerschaft der Katholischen Wohltätigkeitsanstalt zur heiligen Elisabeth, einem der beiden Gesellschafter des späteren Elisabeth Vinzenz Verbundes.

Wirtschaftlich stand es seinerzeit um das SEK nicht zum Besten. Der Versorgungsauftrag war nicht klar definiert, es bedurfte einer umfassenden Sanierung und zudem einer klaren medizinischen Ausrichtung, einer Positionierung.

Hinzu kam, dass mit meinem Antritt die letzte Ordensschwester, Sr. Roswitha aus der Krankenhausseelsorge, das Haus verließ. Das katholische Sankt Elisabeth Krankenhaus hatte nun also keine Ordensfrau mehr in ihren Reihen.

In der Region herrschte Misstrauen, ob und wie sich das Haus verändern würde.

Kerstin Ganskopf mit Olaf Klok, EVV-Geschäftsführer (Mitte) und ihrem Nachfolger als Krankenhausgeschäftsführer, Dirk Beutin.
Foto: EVV/ Anya Zuchold

Klar positioniert

 

Und wie hat sich das SEK seitdem verändert? Und Sie selbst? Und wo stehen Sie heute?

Kerstin Ganskopf: Wir haben den Fokus direkt zu Beginn auf unsere Kompetenz im Bereich der Geriatrie gerichtet.

Die gesamte geriatrische Struktur erforderte den Aufbau eines Teammodells über alle Berufsgruppen. Dies gab es zu Beginn noch nicht. Und jetzt läuft es gut.

Das ist das Ergebnis von über die Jahre gewachsenem wechselseitigem Vertrauen nach innen wie außen.

Vertrauen ist ja auch das Ergebnis eingehaltener Versprechen. Und die meisten konnte ich einlösen.

Herausforderung war und bleibt es, die Kommunikationsform und den Führungsstil den anstehenden Aufgaben so anzupassen, dass man gemeinsam zu tragfähigen Lösungen kommt.

Denn manchmal stehen wir „in der Ebene“, um die wirtschaftlichen Eckzahlen und damit Arbeitsplätze zu sichern.

Manchmal müssen wir Visionäre sein, um Dinge zu verändern und Konzepte so zu erarbeiten, dass sie nachhaltig von allen gelebt und umgesetzt werden können.

Über die Jahre bildet sich dann ein Bild von Verbindlichkeit und Verlässlichkeit für alle Entscheidungen.

Natürlich hatte ich auch das nötige Quentchen Glück, um das SEK erfolgreich mit den Kolleginnen und Kollegen so gestalten zu können, wie es sich heute präsentiert.

Heute hat das Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin einen gesicherten Versorgungsauftrag für die ältere Bevölkerung in Ostholstein.

Darin liegt unser Schwerpunkt neben der exzellenten Palliativversorgung, die wir für die Region sicherstellen.

Und darin sind wir sehr gut.

Mit dem aktuellen Neubau-Projekt gehen wir perspektivisch einen Schritt weiter.

Meinem Nachfolger hinterlasse ich ein Haus, das solide wirtschaftliche Zahlen schreibt und über einen motivierten, festen Mitarbeiterstamm verfügt.

Nicht ganz unbescheiden darf ich sagen, dass das Sankt Elisabeth Krankenhaus innerhalb des Elisabeth Vinzenz Verbundes zurecht als „Perle“ unter den kleinen Krankenhäusern gilt.

Die Führungsmannschaft des SEK ab April 2020 vlnr.: Dr. Hartmut Niefer (Ärztlicher Direktor), Dirk Beutin (Geschäftsführer) und Angela Ahrens (Pflegedirektorin).
Foto: Anya Zuchold

Die Mitarbeiter sind das Kapital

Ihr Nachfolger ist in Dirk Beutin gefunden. Er wird durch Sie eingearbeitet. Welchen Rat wollen Sie ihm mitgeben, wenn er endgültig die Verantwortung übernimmt?

Kerstin Ganskopf: Es freut mich sehr, dass mit Herrn Beutin jemand „mein“ Haus übernnimmt, der über einen ganz breiten Erfahrungsschatz im Krankenhausmanagement verfügt.

Mein Nachfolger benötigt sicher keine Ratschläge von mir. Vielmehr möchte ich eine kleine Bitte an ihn und an all diejenigen richten, die in Personalverantwortung stehen und die Geschicke eines Krankenhauses leiten: Gehen Sie gut mit Ihren Mitarbeitenden um. Ganz gleich, ob im Medizinischen Dienst, in der Pflege, der Therapie oder der Verwaltung.

Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser wertvollstes Kapital!

Frau Ganskopf, vielen Dank. Sie werden uns fehlen. Ihnen viel Glück am neuen Schaffensort, dem Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster!

Das Gespräch führte André Schmincke, Leiter Unternehmenskommunikation und Marketing Elisabeth Vinzenz Verbund GmbH.

 

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