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Menschlichkeit verbindet – Grußwort von Dr. Hans-Jürgen Marcus

Wer ist der „unsichtbare Riese“, EVV? Der Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV) zählt bundesweit zu den größten christlichen Trägerverbünden von Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen.

„An seinen Standorten verbindet der EVV eine moderne und kompetente medizinisch-pflegerische Versorgung mit der Tradition christlicher Nächstenliebe und gelebter Menschlichkeit.“ 

Konkret bilden die Einrichtungen innerhalb des Verbundes den EVV. In loser Folge stellen wir diese – und damit den EVV – hier vor. Und wir zeigen, wer die Geschicke des EVV leitet.

 

Der Aufsichtsrat

Gesellschafter der Trägergesellschaft des Verbundes sind die Katholische Wohltätigkeitsanstalt zur heiligen Elisabeth Reinbek (KWA) und die Vinzenz Bernward Stiftung Hildesheim.

Aufsichtsratsvorsitzende ist die Provinzoberin der Kongregation der Schwestern von der hl. Elisabeth, Sr. M. Dominika Kinder. Stellvertrender Vorsitzender ist Dr. Hans-Jürgen Marcus.

Menschlichkeit verbindet – ein Grußwort von Dr. Hans-Jürgen Marcus

So langsam ist die Gründungsphase des Elisabeth Vinzenz Verbundes abgeschlossen. Eine bewegte und anstrengende Zeit war das! Und wir sind ziemlich überzeugt: Die Zeiten werden bewegt und anstrengend bleiben.

Aber, wir können durchaus auf Vieles blicken, das schon gut auf den Weg gebracht oder schon gelungen ist. Als wir am Beginn der Verbundgründung standen, hatten wir eine gemeinsame Vision:

Wir wollten nicht noch einen Krankenhauskonzern mit möglichst hoher zentraler Organisation schaffen. Die Zentrale des Verbundes sollte klein bleiben und die Autonomie der einzelnen Häuser hoch.

Wenn wir den Verbund so entwickeln könnten, dass wir in jedem Haus die Praxis der Einrichtung übernehmen könnten, die in einem Bereich die Beste ist, dann wäre viel gewonnen. Wir wollten natürlich wirtschaftlich erfolgreich sein, aber wir wollten auch in der Tradition der Ordensgemeinschaften das christliche Profil der Häuser in die Zukunft entwickeln.

Der Elisabeth Vinzenz Verbund als lernendes System und als Träger christlich profilierter Krankenhäuser in denen Menschlichkeit verbindet.

Unser christliche Profil gibt den Weg vor

Natürlich muss man im Blick auf das christliche Profil eines Krankenhauses heute unterschiedliche Dimensionen berücksichtigen.

Schnell ist man geneigt, eine einzelne Dimension herauszunehmen und diese absolut zu setzen.

So gehört sicher die Krankenhausseelsorge zum christlichen Profil und gleichzeitig erschöpft sich das Profil nicht in der Seelsorge.

Von hoher Bedeutung sind die ethischen Fragen und Entscheidungen. Diese sind vor dem Hintergrund christlicher Werte immer neu zu diskutieren und zu bedenken.

Veranstaltungen und Aktionen nach innen und außen (Adventsfeiern, Betriebsfeste, Medizinische Vorträge, Jubiläen, Festwochen, Patrozinien, Ausstellungen…) können wichtige Beiträge leisten.

Die Räume, die Architektur und die Kunst sprechen ihre eigene Sprache.

Letztlich geht es darum, dass in der Kultur der Organisation erfahrbar wird, was eigentlich das christliche Profil ist.

Das hat etwas zu tun mit Gastfreundschaft und Willkommenskultur, mit Freundlichkeit und Umgangston, mit Dienstbereitschaft und Sensibilität, mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.


Ein christliches Krankenhaus ist Lebensort der Kirche

Ein christliches Krankenhaus ist immer auch ein Ort der Kultur, des Gemeinwohls und des Gemeinwesens, der gesellschaftlichen Verantwortung und nicht zuletzt: Ein christliches Krankenhaus ist ein zentraler und wichtiger Lebensort der Kirche!

Organisationskultur kann man im Wesentlichen von oben nach unten beeinflussen. „Die Chef*innen voran!“ könnte man formulieren.

Verantwortliche müssen sich immer wieder fragen: Wie ist der Geist der Einrichtung entwickelt und unter den Mitarbeitenden lebendig?

Es wird immer sichtbarer, dass die Haltung von Mitarbeitenden ebenso wichtig ist wie deren berufliche Profession. Es geht um die Frage nach den Persönlichkeiten mit den zugrundeliegenden Erfahrungen, Menschenbildern und Wertüberzeugungen.

Kurz und gut um die Frage nach der Spiritualität. Diese Spiritualität muss auch in den Diensten und Einrichtungen unterstützt werden. Durch Begleitung und Erfahrungsräume, durch kollektive Formen und Rituale, durch besondere Zeiten und Gewohnheiten, durch Verarbeitungshilfen gerade für ungewöhnliche existentielle Erfahrungen usw.

In allen Häusern des EVV gibt es interessante Ansätze: die Kirchen und Kapellen sind oft eindrucksvoll gestaltet; die Seelsorge hat sich qualifiziert entwickelt; Traditionen werden lebendig gehalten; interessante Aktionen sind entstanden usw.

Voneinander lernen

Die Frage nach dem christlichen Profil setzt nicht am Nullpunkt an. Insofern haben wir in den einzelnen Häusern eine kleine Bestandsaufnahme gemacht über all die Dinge, die es schon gibt. Wenn es gelingt, diese Ideen und Ansätze unter den Häusern in einen guten Austausch zu bringen und voneinander zu lernen, ist schon ein wichtiger Entwicklungsschritt getan.

Das Profilthema benötigt in den einzelnen Häusern eine klare institutionelle Verortung und Verantwortung. Strukturell ist es nicht delegierbar, sondern muss von der oberen Leitungsebene (Direktorium) verantwortet werden.

In jedem Haus soll es eine mit Kompetenz und Ressourcen ausgestattete Arbeitsgruppe geben. Die Krankenhausseelsorge sollte dabei beteiligt sein.

Ansonsten empfiehlt sich eine interdisziplinäre Zusammensetzung.

Hier sind wir auf einem interessanten Weg. Für mich ein Feld, auf dem der Aufsichtsrat seine Anfangsvision für den Elisabeth Vinzenz Verbund konsequent verfolgt.

Dr. Hans-Jürgen Marcus

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Elisabeth Vinzenz Verbund

Dr. Hans-Jürgen Marcus zu Gast beim EVV Campus Pflege 2019.
Foto: EVV / Tennert

 

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Foto: Ansicht Geschäftsstelle im St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof: EVV / Detlev Eden

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