Schwerpunkt Allgemein, Menschlichkeit verbindet, Viele Häuser. Ein Verbund. EVV., Zusammenwachsen

Wir sind der EVV – Grußwort von Sr. M. Dominika Kinder

Wer ist der „unsichtbare Riese“, EVV? Der Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV) zählt bundesweit zu den größten christlichen Trägerverbünden von Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen.

„An seinen Standorten verbindet der EVV eine moderne und kompetente medizinisch-pflegerische Versorgung mit der Tradition christlicher Nächstenliebe und gelebter Menschlichkeit.“ 

Konkret bilden die Einrichtungen innerhalb des Verbundes den EVV. In loser Folge stellen wir diese – und damit den EVV – hier vor. Und wir zeigen, wer die Geschicke des EVV leitet.

Der Aufsichtsrat

Gesellschafter der Trägergesellschaft des Verbundes sind die Katholische Wohltätigkeitsanstalt zur heiligen Elisabeth Reinbek (KWA) und die Vinzenz Bernward Stiftung Hildesheim.

Aufsichtsratsvorsitzende ist die Provinzoberin der Kongregation der Schwestern von der hl. Elisabeth, Sr. M. Dominika Kinder. Stellvertrender Vorsitzender ist Dr. Hans-Jürgen Marcus.


Grußwort von Sr. M. Dominika Kinder

Ein kleines Gedankenspiel: Was würden die hl. Elisabeth und der hl. Vinzenz sagen, wenn sie heute auf den Elisabeth Vinzenz Verbund schauen würden?

Fänden sie ihre Idee von Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft in den Einrichtungen des EVV verwirklicht? Würden sie sagen: „Ja, das ist ein guter Weg, um im 21. Jahrhundert Menschen in Not beizustehen“?

Ich kann diese Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten. Und ich hoffe, alle Leserinnen und Leser des EVV-Blogs ebenso.

Sicher, das Leistungsspektrum, das in den Krankenhäusern und den Pflegeeinrichtung des EVV heute zur Verfügung steht, hat nur noch geringe Ähnlichkeit mit dem Tun der hl. Elisabeth im 13. Jahrhundert und mit den Aufgaben des hl. Vinzenz im 16. Jahrhundert.

Es ist in jeder Hinsicht um ein Vielfaches größer. Aber ich bin sicher, dass sich diese beiden großen Caritas-Heiligen der Kirche darüber freuen würden, wenn sie sehen, dass das, was ihnen wichtig war, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EVV-Einrichtungen in ihrem Tun motiviert und ihr Handeln bestimmt.

Natürlich ist nicht alles perfekt. Denn all unser Tun ist immer auch entwicklungsbedürftig und Elisabeth und Vinzenz wussten das.

Unser Wirken entspricht dem Auftrag unserer Namenspatrone

Elisabeth war es ein Anliegen, „ … die Menschen froh zu machen … .“. Besonders diejenigen, die von den Freuden des Lebens, zu denen zu allen Zeiten die Gesundheit ganz vorn steht, ausgeschlossen sind.

Vinzenz von Paul sah außer den Problemen von Krankheit und Hunger auch das Leid der ungewollten Kinder. „Liebe ist Tat!“ war sein Motto. Die Leistung, für die er bis heute verehrt und bewundert wird, war sein Organisationstalent.

Elisabeth war eine Einzelkämpferin. Sie gründete keine Gemeinschaft von Helferinnen. Ihre Fürsorge galt dem einzelnen Menschen. Sie wusch und pflegte und bettete den Kranken mit eigenen Händen. Eben mit Fürsorge. Mit einem liebevollen Herzen. Mit Aufmerksamkeit und zugewandter Hilfsbereitschaft war sie dem Menschen nahe.

 

400 Jahre später erkannte Vinzenz von Paul, dass man Umfang und Effektivität der Hilfsmaßnahmen vergrößern kann, wenn man dabei andere hilfswillige Menschen  einbindet.

Die wohlhabenden, adligen Damen der Pariser Gesellschaft animierte er zu reichlichen Spenden; für die konkrete Arbeit holte er jungen Bauernmädchen.

Sie betreuten als eine Art Ordensgemeinschaft  – unter einer Oberin und nach einer für die damalige Zeit sehr modernen Regel – die Kinder in die Findelhäuser und die Kranken in ihren Wohnungen oder in den Hospitälern.

Der Elisabeth Vinzenz Verbund und alle seine Einrichtungen – seien sie stationär oder ambulant, pädagogisch oder organisatorisch ausgerichtet – haben es sich zum Ziel gesetzt, sowohl das Anliegen der hl. Elisabeth, als auch die Erkenntnisse des hl. Vinzenz in ihrer Arbeit zu verwirklichen.

Wie bei Elisabeth ist das Ziel allen Tuns, ganz gleich in welchem Bereich, das Heil und die Heilung des einzelnen, unverwechselbaren Patienten in seiner konkreten Not. Der Mensch ist keine medizinische „Kennzahl“ und auch kein „Fall“.

Von Vinzenz von Paul wird die Erkenntnis übernommen, dass die Leistungsstärke einer Einrichtung wesentlich von klaren Strukturen und Zuordnungen abhängt und dass der Erfolg der Arbeit nur als Gemeinschaftswerk aller Mitarbeiter realisiert werden kann.

 

Konsolidierung nach unseren ersten Jahren

Der Elisabeth Vinzenz Verbund ist in den vergangenen Jahren zahlenmäßig gewachsen.

Die Konsolidierung nach Innen im Geist der hl. Elisabeth und des hl. Vinzenz ist auf einem guten Weg.

Dass dies so ist, ist Ergebnis des hohen und fachlich kompetenten Engagements aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im EVV. Dafür sei allen Dank und Anerkennung gesagt.

Der verdiente Dank und der begründete Stolz auf das bisher Erreichte möge für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Ansporn sein auf diesem Weg mit Schwung und Elan weiterzugehen.

Dann wird es auch in Zukunft gelingen, den Menschen, die in den Einrichtungen des EVV nach Hilfe suchen, die Erfahren zu vermitteln, dass der äußere Rahmen und alle Festlegungen so geordnete sind, dass immer die Persönlichkeit des  Einzelnen im Mittelpunkt des Interesses steht.

Dazu wünsche ich Gottes Segen

Sr. M. Dominika

Provinzoberin der Kongregation der Schwestern von der heiligen Elisabeth und Kuratoriumsvorsitzende der Katholischen Wohltätigkeitsanstalt zur heiligen Elisabeth
Aufsichtsratsvorsitzende Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV)

 

Foto: Marco Warmuth

Vier Ordensschwestern im Aufsichtsrat, zwei Elisabeth-Schwestern und zwei Vinzentinerinnen (vlnr): Sr. M. Thoma Skowronska, Sr. Terasa Slaby, Sr. Canisia Corleis und Sr. M. Dominika Kinder.

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Fotos: Portrait Sr. M. Dominika Kinder: Marco Warmuth für das Buch gottgewollt // alle anderen Fotos EVV / Michael Kominek